Ländletour 2020

Die beliebtesten Kurzfilme der 34. ALPINALE (2019) in deiner Nähe

Die besten ALPINALE Kurzfilme auf Ländle-Tour

Mit den Favoriten vom Publikum und Jury im Gepäck tourt das ALPINALE Kurzfilmfestival Bludenz jedes Frühjahr durchs Ländle und macht Halt in Dornbirn, Hard, Hohenems und Bludenz. Die ALPINALE Ländle Tour findet bereits zum fünften Mal in Kooperation mit den jeweiligen Veranstaltungsorten und den Vorarlberger Raiffeisenbanken statt. 

Sechs Favoriten aus 1100 Kurzfilmen

Insgesamt sichtete das ALPINALE Team vergangenes Jahr über 1100 Kurzfilme und nominierte drei Dutzend Filme für das internationale Kurzfilmfestival. Gezeigt werden bei der Ländle-Tour in ca. zwei Stunden sechs ausgewählte Werke, die im Jahr zuvor den größten Zuspruch von Publikum bzw. Jury ernteten. Die Lieblingsfilme spiegeln die Vielfalt des abwechslungsreichen Programms des ALPINALE Kurzfilmfestivals wider. Ernste Themen treffen auf lustvoll inszenierte Geschichten. Die Beiträge regen zum Nachdenken an und sorgen für Gesprächsstoff. 

Kurzfilmprogramm

(mit Filmen aus der ALPINALE 2019)

Auf den ersten Blick mag der britische Animationsfilm “Widdershins” nicht kritisch wirken. Jedoch ist der Film mit Hinweisen auf unsere heutige Zeit durchzogen, so werden Themen wie der Umgang mit Automatisation, Künstlicher Intelligenz oder Partnerwahl im Internet angesprochen. Mit “Inanimate” ist auch der Preisträger in der Kategorie “Animationsfilm” zu sehen. Ein Film, der uns in eine liebevoll, handgemachte Stop-Motion Welt entführt. Mit eindrucksvollen visuellen Sequenzen, nimmt die Animation das Leben unserer charmanten Protagonistin buchstäblich auseinander. Es offenbart sich ein einzigartiger Blick hinter die Kulissen ihrer Wahrnehmung und wir finden uns in den Händen ihres Schöpfers wieder. Es ist eine berührende, aufwühlende Reise, die uns immer wieder überrascht, verzaubert, und nicht zuletzt auch dazu animiert, genauer zu schauen und tiefer zu blicken.

WIDDERSHINS Regie: Simon P Biggs, Großbritannien 2018, 11 Minuten, Animation

INANIMATE Regie: Lucia Bulgheroni, Großbritannien 2018, 8 Minuten, Animation

Zwei unterhaltsame Hochschul-Produktionen sind an der Filmakademie Wien entstanden. “Der Hund bellt” wurde von der Jury mit einer lobenden Erwähnung geehrt: “Der Film ist wunderschön gedreht, geschrieben und ausgeführt. Dieser Film ist sowohl ansprechend als auch witzig”, so das Lob für das Werk, das die Einsamkeit in einer perfekten Welt thematisiert. Nach einem kleinen Auffahrunfall häufen sich die Indizien und die wahre Ursache für Adams Elend wird deutlich. 

DER HUND BELLT Regie: Stefan Polasek, Österreich 2018, 30 Minuten, Hochschule

Die Komödie “Die Schwingen des Geistes” gewann den Publikumspreis der ALPINALE und wird das Publikum mit viel Wiener Schmäh zum Lachen bringen. Szabo, ein gescheiterter Musikwissenschaftler arbeitet als Heim- und Tierbetreuer für vermögende Privatleute. Doch als ihn sein erfolgreicher, jüngerer Ex-Kollege Fitzthum besucht, entflieht ihm der seltene Papagei, den er hüten soll. Szabo sieht sich schon vor den Scherben seiner prekären Existenz, doch Fitzthum hat eine zündende Idee und gemeinsam begeben sich die beiden auf die Suche nach einem Doppelgänger des wertvollen Tieres.

DIE SCHWINGEN DES GEISTES Regie: Albert Meisl, Österreich 2018, 29 Minuten, Hochschule

Der beste internationale Kurzfilm, die deutsch-türkische Produktion  „Hörst Du, Mutter?“ ist ein Film, der mit sehr wenig eine sehr große Wirkung erzielt. In einfachen Bildern erzählt der Film die wahre Geschichte von einer kurdischen Mutter, die von einem türkischen Gericht zu sechs Jahren Hausarrest verurteilt wurde: mit einer elektronischen Fußfessel. Die Anklage lautet auf Unterstützung terroristischer Aktivitäten. Die Mutter hatte ihrem anderen Sohn, einem untergetauchten PKK-Kämpfer, selbstgestrickte Pullover geschickt. Kaptan hätte einen Film über die politische Situation und Willkür in der Türkei machen können. Der Regisseur konzentrierte sich aber auf die Figur des ältesten Sohnes, der sich um seine Mutter kümmert und sich sorgt. Damit wird der politische Stoff auch zu einer Geschichte über eine Mutter-Sohn-Beziehung. Die vordergründig banal wirkenden Dialoge sagen dabei genau das, was gesagt werden muss. Hier wird nichts dramatisiert, da die Situation keiner Dramatisierung bedarf. Stattdessen konzentrieren die FilmemacherInnen sich auf die Absurdität.

HÖRST DU, MUTTER? Regie: Tuna Kaptan, Deutschland, Türkei 2019, 19 Minuten, International