Vorarlberger Kurzfilme 2018

Vier Kurzfilme wurden im Rahmen der Vorarlberger Kurzfilmnacht durch Jury und Publikum für die diesjährige ALPINALE nominiert. In der Jury der Vorarlberger Kurzfilmnacht waren Filmemacherin Lena Sophia Mathis von Zero Division, Videomanager Daniel Wolf und Tonexperte Bernhard Belej (Tonzoo) vertreten. Die Qualität der elf gezeigten Einreichungen wurde von der Jury als sehr hoch eingeschätzt.

Die nominierten FilmemacherInnen:

Hanna Mathis
Hanna Mathis
Dienstag, 7. August 2018
Anne Zwiener
Anne Zwiener
Mittwoch, 8. August 2018
Johny Ritter
Johny Ritter
Donnerstag, 9. August 2018
Felix Kalaivanan
Felix Kalaivanan
Freitag, 10. August 2018

STILL

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Das Publikum entschied sich für den vierminütigen Kurzfilm von Hanna Mathis.

In „Still“ sitzt sich ein älterer Mann in der U-Bahn neben einen Jüngeren, der laut Musik hört. Ein Gespräch beginnt, der die beiden verschiedenen Menschen zueinander finden lässt. Der Film ist im Zuge der Bewerbung an der Filmakademie Wien entstanden. Die Vorgabe war, dass der Satz „Würdest du bitte endlich still sein, bitte!“ im Drehbuch vorkommt. Da wusste Hanna Mathis, dass sie mit dem Begriff „Still“ spielen möchte.

METASTAATEN

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Felix Kalaivanan ist bereits Student der Filmakademie und hat für seinen Film „Metastaaten“ autobiographische Elemente verarbeitet.

Paul ist 8 Jahre alt und seine Mama ist krank. Das sagt ihm niemand, aber er weiß es ganz genau. Im Wald hat er sich seine eigene Welt gebaut, durch die er der tristen Stimmung zuhause zumindest für kurze Zeit entfliehen kann. Der Jury hat besonders die bewusste dramaturgische Entscheidung von Felix Kalaivanan gefallen, nicht die Krankheit der Mutter zu thematisieren, sondern das Fehlen der Mutter durch den Alltag des Kindes zu illustrieren.

FRAGMENTED

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Die Animation „Fragmented“ von Anne Zwiener beruht ebenfalls auf eine wahre Begebenheit.

Nach einem Motorradunfall zerfällt die Realität der Protagonistin in Stücke. Erinnerungen und reale Erlebnisse verschwimmen mit surrealen Halluzinationen, die mit dem Krankenhausaufenthalt und der medikamentösen Behandlung verbunden sind. Traumähnliche Sequenzen sind Teil einer schrecklichen Vorahnung und den körperlichen Empfindungen, die durch die Operationen ausgelöst werden.

FIND ME

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Die Beziehungsgeschichte „Find me“ von Yohana Papa Onyango und Johny Ritter spielt im Südkalifornien Anfang der 90er Jahre.

Als Inspiration für den Film diente die Erzählung „Sunrise“ von Michael Köhlmeier.

Die Vorarlberger Kurzfilme werden beim ALPINALE Kurzfilmfestival (7. bis 11. August) am Nenzinger Ramschwagplatz erneut vorgeführt und haben die Chance auf die v-Shorts Trophäe sowie ein Preisgeld von 500 Euro, zur Verfügung gestellt vom Filmwerk Vorarlberg. Mit der “v-shorts”-Kategorie bietet der Verein ALPINALE der jungen Vorarlberger Filmszene seit über zehn Jahren eine eigene Plattform und die Gelegenheit sich im Festivalprogramm mit den besten Kurzfilmen der Welt zu messen.