Vier Vorarlberger Kurzfilme für die ALPINALE nominiert

Das Programm des ALPINALE Kurzfilmfestival steht: 30 internationale und vier lokale Kurzfilme aus über 1000 Produktionen ausgewählt.

 

Nenzing, Bregenz.  Für die 34. ALPINALE Kurzfilmfestival, das im August in Nenzing stattfindet, wurde das Programm am vergangenen Freitag fixiert. Vier Vorarlberger Werke wurden im Rahmen der Vorarlberger Kurzfilmnacht nominiert.

Die Vorarlberger Kurzfilmnacht bot die kurzweilige Möglichkeit, einen Einblick in das aktuelle Filmschaffen in Vorarlberg zu bekommen. In rund 100 Minuten wurden 14 Filme zwischen 3 und 13 Minuten Länge gezeigt. Besonders stark ist heuer die weibliche Beteiligung: Mehr als ein Drittel der Filme stammte von Filmemacherinnen.

Neben dem Publikum, das sich gemeinsam für einen Favoriten entschieden hatte, nominierte eine Jury, bestehend aus der RTV-Redakteurin Heidemarie Salmhofer, dem Schauspieler Stefan Pohl und dem Kulturfachmann Manfred Welte, drei weitere Finalisten. Diese vier Filme werden beim 34. ALPINALE Kurzfilmfestival (06. – 10. August 2019) in Nenzing in der Kategorie „v-shorts“ antreten. 

Nominierte Vorarlberger Kurzfilme für die 34. ALPINALE

Der Film “I Am Social” von Selina Nenning spielt in der nahen Zukunft. Dabei wird im “Black Mirror”-Style die Omnipräsenz sozialer Netzwerke dargestellt. Als Olivia’s Freundin Sarah zu Besuch kommt, ist es ihr wichtig ein Foto zu machen und es online zu stellen. Jedoch passieren unerwartete Dinge und für Olivia stellt sich die Frage, ob Sarah überhaupt jemals echt war.

“Dead-End” von Maximilian Feurstein und Ted Dontchev. Bryan hat eine Massenvernichtungswaffe von seinem Boss gestohlen und sie in seinem Safe versteckt. Sein Boss will sie zurück? Wird Bryan sein Leben opfern um Tausende zu retten?

“1+1=1” von Rupert Höller. Ein junger Mann liegt schlaflos im Bett. Es ist spät, Gedanken drehen sich im Kreis. Zu müde, um einzuschlafen. Zu viele Fragen, zu wenig Antworten. Eine Explosion an Erinnerungen bricht in seinem Kopf aus. Was läuft im Kopf ab, wenn man vor einer Entscheidung steht, hin und her gerissen zwischen zwei konträren Emotionen? Solange man sich nicht festlegt, kann man nicht verlieren. Und nicht gewinnen. Man bleibt stehen.

“The Differents” von Fine Gumper und Tobias Gayer. Der Kurzfilm ist eine abstrakte Aneinanderreihung von Bildern, die das Voice Over unterstützen. Es wird erklärt, dass ohne Unterschiede aller Fortschritt stillstände. Im Film gibt es eine Gruppe von Menschen, die Differents, die Vereint in Diversität, die Menge in Bewegung halten.

„Metastaaten“ von Felix Kalaivanan überzeugte im vergangenen Jahr als beste regionale Produktion in der Kategorie “v-shorts” und erhielt neben der “v-shorts”-Filmklappe ein Preisgeld in Höhe von 500 Euro, gesponsert vom Filmwerk Vorarlberg.  “Mit der Vorarlberger Kurzfilmnacht bieten wir den lokalen FilmemacherInnen eine eigene Plattform und die Gelegenheit, sich im Festivalprogramm mit den besten Kurzfilmen der Welt zu messen“, so ALPINALE-Obfrau und Kurzfilmnacht-Moderatorin Manuela Mylonas.

ALPINALE-Wettbewerb fixiert

Im Vorfeld sichtete das Team der ALPINALE rund 1000 Kurzfilme mit einer Gesamtdauer von 250 Stunden. Im achtstündigen Wettbewerb laufen insgesamt 34 Filme. Die Filmakademie Wien vertritt mit vier Arbeiten den österreichischen Film: “Die Schwingen des Geistes” (Regie: Albert Meisl), “Der Wächter” (Albin Wildner), “Percht” (Béla Baptiste) und “Der Hund bellt” (Stefan Polasek). (Die Nominierungen der 34. ALPINALE im Detail)

Das ALPINALE Kurzfilmfestival ist international sehr gut vernetzt. Aus über 56 Ländern wurden Filme eingereicht. Im Wettbewerb sind Filme aus Deutschland (sechs Filme), Vereinigtes Königreich, USA und Polen mit jeweils vier, Spanien, Frankreich und Israel mit zwei und Belgien und Australien mit einem Film vertreten. Zum Festival werden auch zahlreiche Filmemacher aus dem Ausland erwartet. Aus Israel haben sich bereits zwei Filmemacher angekündigt.

Internationale Jury

Die internationale Jury setzt sich in diesem Jahr zum größten Teil aus ALPINALE-Stammgästen zusammen. Aus Irland kommen der Filmproduzent Darren Mahon und Regisseur Vincent Lambe, die ihren Oscar-nominierten Kurzfilm “Detainment” bei der ALPINALE im Jahr 2018 präsentierten. Auch Filmemacherin Sophie Linnenbaum, Gewinnerin des deutschen Kurzfilmpreises, war bereits zweimal mit ihren Filmen “(OUT OF FR)AME” und “RIEN NE VA PLUS” bei der ALPINALE vertreten. Die Schauspielerin Simone Fuith (“WANNABE”) und Regisseur Christoph Rainer (“Pitter Platter goes my Heart”) komplettieren die diesjährige Jury.

 

2019-05-04T03:57:45+00:00