Preisträgerinnen und Preisträger der 41. ALPINALE 2026

41. ALPINALE rückte Kurzfilmkunst ins Rampenlicht
Goldene Einhörner krönen die erfolgreiche Festivalwoche

Bludenz. Internationale Kurzfilmkunst, sommerliche Festivalmomente und zahlreiche Begegnungen prägten die vergangenen Tage in Bludenz. Vom 11. bis 15. August wurde die Stadt auch in diesem Jahr zum Treffpunkt für Filmschaffende, Filmbegeisterte und alle, die sich für außergewöhnliche Geschichten und neue filmische Perspektiven im kurzen Format begeistern.

Das sind unsere prämierten Kurzfilme des 41. Kurzfilmfestivals

FOUND & LOST

Regie: Reza Rasouli
Österreich (2025), 17 Minuten

  • Goldenes Einhorn für den Besten Kurzspielfilm

OSTRICH

Regie: Marie Kenov
Schweiz (2025), 9 Minuten

  • Goldenes Einhorn für den Besten Kurzfilm Animation

ZWISCHEN LINIEN

Regie: Jan Schenk
Österreich (2025), 4 Minuten

  • Filmklappe für den Besten Kurzfilm v-shorts

BLOSSOM NEEDS A RIDE HOME

Regie: Tim Schwagel
USA (2025), 9 Minuten

  • Goldenes Einhorn für den Besten Kurzfilm Horror

VOR MEINER TÜR AUF EINER MATTE

Regie: Antje Heyn
Deutschland (2025), 5 Minuten

  • Goldenes Einhorn für den Besten Kinderkurzfilm
LICHTUNG

Regie: Aria Wolf
Deutschland (2025), 15 Minuten

  • Goldenes Einhorn für den Besten Kurzfilm VR-shorts

UNE GUITARE À LA MER

Regie: Sophie Roze
Frankreich (2024), 30 Minuten

  • Goldenes Einhorn für den Publikumspreis

Lobende Erwähnungen der Jury am 41. Kurzfilmfestival

ORANOVA: NIGHT MARKET

Regie: Merel Barends

Niederlande (2025), 20 Minuten

Lobende Erwähnung in der Kategorie Bester Kurzfilm VR-shorts

GLORY HOLE

Regie: Andoni Fernandez
Spanien (2025), 15 Minuten

Lobende Erwähnung in der Kategorie Bester Horror

Am Samstagabend fand die 41. Ausgabe der ALPINALE mit der feierlichen Preisverleihung ihren Höhepunkt. Die hervorstechendsten Produktionen der Festivalwoche wurden noch einmal auf großer Leinwand präsentiert, nachdem die Gewinner:innen ihre Auszeichnungen entgegennahmen.

Nach vielen Sonnenstunden an den vergangenen Festivaltagen war am letzten Abend noch einmal Flexibilität gefragt. Als Wind und Regen aufzogen, reagierte das eingespielte ALPINALE-Team kurzerhand und sorgte dafür, dass die Preisverleihung wie geplant auf dem Raiffeisenplatz vor der Remise stattfinden konnte. Auch die Zuschauer:innen ließen sich vom Wetter nicht beeindrucken: In Regenponchos harrten sie bis zur letzten Minute aus und verfolgten gespannt die Preisverleihung. So ging die 41. ALPINALE vor der beeindruckenden, wolkenverhangenen Bergkulisse stimmungsvoll zu Ende.

Die langjährige Zusammenarbeit mit der Kulturabteilung der Stadt Bludenz ist dabei ein wichtiger Bestandteil der Festivalgeschichte und trägt seit Jahren zur engen Verankerung der ALPINALE in der Stadt bei.

Eine Auswahl von 70 Filmen aus mehr als 1.300 Einreichungen bildete das Herzstück der diesjährigen Festivalwoche. Mit einer Gesamtlaufzeit von 809 Minuten brachten die ausgewählten Produktionen Geschichten und Perspektiven aus aller Welt nach Bludenz. Sie zeigten einmal mehr, was Kurzfilmkunst so besonders macht: ihre Vielfalt, ihre Experimentierfreude und ihre Fähigkeit, in kürzester Zeit eindrucksvolle Geschichten zu erzählen. Die ALPINALE gab diesen Geschichten eine große Bühne und rückte damit nicht nur die Vielfalt des internationalen Kurzfilms ins Rampenlicht, sondern machte auch Vorarlberg zu einem Schauplatz internationalen Filmschaffens.

Auch die internationale Ausrichtung des Festivals spiegelte sich im Programm wider: Filme aus insgesamt 21 Ländern ermöglichten dem Publikum Einblicke in unterschiedlichste Lebenswelten, Perspektiven und filmische Facetten. Neben Österreich und Deutschland reichten die filmischen Blicke unter anderem nach Taiwan, Kanada, in den Irak, nach Saudi-Arabien und Irland.

Gleichzeitig wurde die ALPINALE selbst zum Treffpunkt für Filmschaffende und Filmbegeisterte aus aller Welt. Rund 1.800 Besucher:innen verfolgten das Festivalprogramm. Neben einem Hitzerekord während der Festivaltage konnte die ALPINALE laut Festivalleiterin Manuela Mylonas auch einen neuen Besucher:innenrekord sowie einen Rekord bei der Zahl der anwesenden Filmschaffenden verzeichnen. Menschen aus Taiwan, Bangladesch, Frankreich, der Schweiz, Spanien und den USA waren in Bludenz zu Gast und nutzten die Festivalwoche für Austausch, Begegnungen und neue Kontakte.

Mit den Goldenen Einhörnern wurden am Samstag schließlich jene Filme ausgezeichnet, die die Jurys besonders überzeugten. Damit ging eine Festivalwoche zu Ende, in der 70 Kurzfilme aus 21 Ländern die große Leinwand eroberten und die internationale Kurzfilmkunst in Vorarlberg einmal mehr ins Rampenlicht rückte.

Fotos (c) ALPINALE, Lara Smith

Die Preise und die Jurys

Wer bei der ALPINALE einen Preis erhielt, wurde nicht allein von Expert:innen entschieden. Neben den beiden Fachjurys bekam auch das Publikum die Möglichkeit, seine filmischen Favoriten auszuzeichnen.

Der Publikumspreis ging in diesem Jahr an den französischen Animationsfilm UNE GUITARE À LA MER von Regisseurin Sophie Roze. Darin versucht ein Wiesel, das erfolglos Krawatten verkauft, sein Glück im Wald und begegnet dort einem hilfsbereiten Igel.

Die Produktion VOR MEINER TÜR AUF EINER MATTE von Regisseurin Antje Heyn erhielt von den jüngsten Film-Fans den Preis für den besten Kinderkurzfilm zugesprochen: Eine freche Ratte bringt das Leben eines Mannes gehörig durcheinander, bevor ihr plötzliches Verschwinden eine unerwartete Leere hinterlässt.

Die erste Fachjury mit Brigitte Hofer, Christian Nickel und Jeanne Werner bewertete die Kategorien Kurzspielfilm und Animation.

Das Goldene Einhorn für den Besten Kurzspielfilm ging an diesem Abend an FOUND & LOST von Reza Rasouli. Der Film erzählt von einem syrischen Vater in Wien, der eine verlorene Geldbörse zurückgeben möchte und dabei in eine chaotische Situation voller Missverständnisse und moralischer Konflikte gerät.

Als Bester Kurzfilm Animation wurde OSTRICH von Marie Kenov aus der Schweiz ausgezeichnet. Im Mittelpunkt steht ein Spatz, der versucht, sich immer stärker einem Strauß anzugleichen.

Die zweite Fachjury mit Ben Nicholson, Ricarda Saleh und Stefan Schimek konzentrierte sich auf die Kategorien v-shorts, Horror und VR-Shorts.

Das „blutige Goldene Einhorn“ für den Besten Kurzfilm Horror erhielt BLOSSOM NEEDS A RIDE HOME von Tim Schwagel aus den USA.

Die Jury würdigte die herausragende Qualität der Horrorfilme mit einer zusätzlichen lobenden Erwähnung für GLORY HOLE von Andoni Fernandez aus Spanien.

In der Kategorie Bester Kurzfilm VR-shorts wurde LICHTUNG von Aria Wolf ausgezeichnet. Eine Special Mention erhielt die beeindruckende niederländische Produktion ORANOVA: NIGHT MARKET von Merel Barends.

In der Kategorie Bester Kurzfilm v-shorts setzte sich ZWISCHEN LINIEN von Jan Schenk durch. Im Mittelpunkt des Films steht der angehende Vorarlberger Profitennisspieler Maximilian Taucher. Neben der ikonischen v-shorts-Filmklappe erhielt Schenk ein Preisgeld von 500 Euro – zur Verfügung gestellt von der Fachvertretung der Film- und Musikwirtschaft der Wirtschaftskammer Vorarlberg und dem Filmwerk Vorarlberg.

Blick nach vorne

Nach fünf intensiven Festivaltagen und der feierlichen Vergabe der sieben Goldenen Einhörner richtet sich der Blick des ALPINALE-Teams bereits auf die 42. Ausgabe. Die Vorbereitungen für das kommende Festival starten in den nächsten Wochen. Gesucht werden erneut herausragende Kurzfilme aus aller Welt, die das Publikum in Bludenz überraschen, berühren und zum Nachdenken anregen.

Die ALPINALE setzt damit ihre lange Tradition fort und bleibt ein Ort, an dem internationale Kurzfilmkunst, regionale Verankerung und persönlicher Austausch zusammenfinden.