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ALPINALE Kurzfilmfestival

Die Besucher der 30. Jubiläumsausgabe des ALPINALE Kurzfilmfestivals in Nenzing können sich auf 30 fabelhafte Filme freuen. Zwischen 11. und 15. August 2015 findet das Festival Open-Air am Ramschwagplatz in Nenzing statt. Ansonsten bietet der Ramschwagsaal eine Alternative.

Eine internationale Jury und das Publikum entscheiden, welche Filme mit dem “Goldenen Einhorn” ausgezeichnet werden. Alle Filme werden in Originalfassung mit deutschen oder englischen Untertiteln gezeigt. Einlass zum Filmfestival-Areal haben Besucher ab 16 Jahren bereits ab 19.30 Uhr. Ab 20.30 Uhr finden Interviews mit Filmemachern statt. Anschließend werden die Kurzfilme des zweistündigen Programms bis etwa 23.30 Uhr gezeigt.

Ab Mittwoch, 12. August 2015, findet auch das 23. Kinderfilmfest im Rahmen der ALPINALE statt.

Das Festivalprogramm im Überblick
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  • Jury
17Aug

Die Jurybegründungen

Preis der Jury / Prize of the Jury: FOREVER OVER

Ausgehend von der Idee, Konventionen und den grauen Alltag eines Paares zu durchbrechen, schafft FOREVER OVER hohe Identifikation, spielt mit Klischees und zeigt, dass auch im Beenden einer Beziehung ein Happy End liegen kann. Im Speziellen, wenn die Trennung einen gegenseitigen großen Liebesbeweis beinhaltet. Eine feine Inszenierung, in der alle Departments zum Gelingen beitragen.

Based on the idea of breaking through a couple´s everyday life and settings they accepted a long time ago, FOREVER OVER manages to achieve a high level of identification. The film plays with clichés and demonstrates that even the breaking up of a relationship can include a happy ending. In this specific story, the couple’s splitting means an impressive proof of love. A fine tuned short, where all the departments deserve the merits for making it work.

International: ANOMALO

In einem Versuch, das Erbe von „Fenster zum Hof“ zu heben, weiß Aitor Gutiérrez genau, wohin er uns mitnehmen will. Jeder visuelle Effekt, wie der leuchtende Anzug, dient der Erzählung auf perfekte Art und Weise. Mit einem überraschenden Ereignis nach dem anderen wird die Dynamik der Geschichte bis zum abschließenden Feuerwerk aufrecht erhalten.

In an attempt to lift the heritage of „Rear Window“, Aitor Gutierrez knows exactly where he wants to take us. Every visual effect, such as the glowing suit, serves the narrative perfectly. One surprising event after another keeps on pushing the dynamics of the story towards the final fireworks.

Animation: UNDER_CONSTRUCTION

Beim prämierten Animationsfilm handelt es sich um ein in sich schlüssiges Kunstwerk, das diverse Trickfilmtechniken auf stringente Art verbindet und eine visuell überzeugende Metapher für den steten Kraftakt des Scheiterns und Aufstehens bietet. Das wiederholte Konstruieren und Hinterfragen von Identität und Realität bildet das Grundgerüst dieses Films, dessen Soundebene aus Geräuschen und Sprachfetzen den poetischen Charakter der Arbeit wunderbar unterstützt.

The awarded animated film is a coherent piece of art which combines various techniques of animation and offers a visually convincing metaphor for the constant struggle of failing and succeeding. Questioning the construction of identity and reality is the basic theme and structure of this film. The audio track of sounds and fragments of language supports its poetical character wonderfully.

Hochschule / Academy: VON FALTBOOTEN UND HERINGEN

Ein sehr genau konstruierter Film, der die Absurdität der menschlichen Natur in der Natur zeigt. Voll von vielen wunderbaren Widersprüchen, versuchen die Charaktere, Kontakt miteinander herzustellen und scheitern dabei immer wieder aufgrund von Missverständnissen und Fehlkommunikation. Form und Inhalt passen perfekt zusammen. Mit dem Aufbrechen der Regeln der Erzählstruktur gelingt es der Regisseurin, uns einen Blick auf das Wesen des menschlichen Verhaltens zu geben. Der Film ist wie eine kurze Symphonie mit großartigem Rhythmus, bei der alle Noten genau zur richtigen Zeit mit genau den richtigen Instrumenten gespielt werden.

A very sharply constructed film that showcases the absurdity of human nature in nature. Full of many wonderful contradictions, the characters try to create contact but fail again and again due to misunderstandings and miscommunication. Form and content fit perfectly together. By breaking free from rules of narrative structure, the director succeeds to give us a look at the essence of human behaviour. The film is like a short symphony with great rhythm, in which all notes are played at exactly the right time with exactly the right instruments.

v-shorts: WELCOME TO CANDYLAND

Der Preis in der Kategorie „Vorarlberg shorts“ soll als Anerkennung dafür gesehen werden, dass Kunst in der Lage ist, heftig kontroversielle Anschauungen in eine Form zu bringen, die in und durch sich selbst verstörend agiert. Der Film regt die Diskussion bezüglich der Doppelbödigkeit von Bildern an: Ein Körperkultler, der sich als Serienkiller entpuppt, Kunstgriffe, die das Publikum verstören und auch Abscheu hervorrufen, sexuelle Stereotypen, die sich zu brutalsten Machtdemonstrationen gesellen. „Welcome to Candyland“ ist ein Aufruf, sich niemals aufgezwungenen Bildern zu unterwerfen, damit ist auch die „Kunstfigur Candy Ken“ gemeint.

The award given in the category „Vorarlberg shorts“ is clearly a decision to acknowledge the possibility of art to raise deeply controversial issues in a form that itself can be disturbing. It opens a discussion on the ambiguity of images: a guy practicing the cult of his body turns out to be a serial killer, a piece of art loathes its audience and popular sex symbols make alliances with the most violent powers. It is an appeal to never be the slaves of the images we forge, Candy Ken included.

Lobende Erwähnung / Honorable Mention: KHALABUDKA

Die Jury bewundert Khalabudka dafür, dass der Film uns daran erinnert, wie wichtig Menschlichkeit und ein respektvoller Umgang miteinander sind, besonders wenn die Umstände sehr schwierig sind.

The jury wants to thank Khalabudka for reminding us of the importance of humanity and mutual respect even under highly difficult circumstances.

Lobende Erwähnung / Honorable Mention: DIE JACKE

Die Jury zieht den Hut vor dieser außergewöhnlichen Leistung in Schauspiel und Regie im Film “Die Jacke”. Die Spannung zwischen den Charakteren ist bemerkenswert porträtiert.

The jury salutes the exceptional acting and directing in “Die Jacke“. The tension between the characters is remarkably portrayed.

 

  • 1-alpinale2015_eroeffnung_
15Aug

Die Sieger der ALPINALE

Festivalatmosphäre

Drei der vier Wettbewerbstage konnten unter freiem Himmel auf der Leinwand gezeigt werden.

Wolfang Muhr, Stéphane Bubel, Liv Settergren, Veronika Schubert und Olivier Fournout

Die Jury: Wolfang Muhr, Stéphane Bubel, Liv Settergren, Veronika Schubert und Olivier Fournout

Publikum und Jury prämierten Kurzfilme

Das 30. ALPINALE Kurzfilmfestival in Nenzing feierte mit der Preisverleihung am Samstagabend den Abschluss einer sehr gelungenen und professionell durchgeführten Jubiläumsveranstaltung. Über 1200 Kurzfilmfans konnte das engagierte und ehrenamtlich tätige Festivalteam in der vergangenen Woche nach Nenzing locken. Filmemacher aus der Ukraine, Polen, Serbien, Deutschland, Belgien und Österreich stellten ihre sich den Fragen von Moderatorin Nina Hofer.

Festivalleiterin Manuela Mylonas wählte mit ihrem Team Karin Bleiweiss, Andreas Künz, Johannes Rinderer und Alexander Strolz ein abwechslungsreiches und qualitativ hochwertiges Festivalprogramm aus. Von 700 Filmeinreichungen aus 51 Ländern liefen 30 fabelhafte Filme im Wettbewerb. Eine internationale Jury prämierte die folgenden Sieger mit fünf goldenen Einhörnern, dem Preis für den besten Vorarlberger Kurzfilm (vorarlberg short) und zwei lobenden Erwähnungen.

Die Jury

Der Preisvergabe stellten sich in diesem Jahr unter anderem die dänische Videokünstlerin Liv Settergren, der französische Regisseur Stéphane Bubel, der französische Filmexperte Olivier Fournout und der österreichische Autor, Schauspieler und Regisseur Wolfgang Rupert Muhr. Die aus Vorarlberg stammende und in Wien lebende Trickfilmerin Veronika Schubert komplettierte die fünfköpfige Jury.

Preisträger

Forever Over

Forever Over

Anomalo

Anomalo

Von Faltbooten und Heringen

Von Faltbooten und Heringen

under_construction

under_construction

Welcome to Candyland

Welcome to Candyland

Die Jacke

„Die Jacke“

Khalabudka

Khalabudka

Die Preisträger im Detail

Wunschlos glücklich ist Regisseur Erik Schmitt, der letztes Jahr mit “Nashorn im Galopp” den   Publikumspreis für eine kreative Liebeserklärung gewonnen hat. “Never change a winning team”, dachte sich Schmitt und engagierte für “Forever Over” auch wieder Schauspielerin Marleen Lohse. Sein Film über ein Paar, das ihrer langweiligen Beziehung durch das gegenseitige Erfüllen von Wünschen wieder neues Leben einhauchen möchte, überzeugte Jury und Publikum gleichermaßen. Mit dem “Preis der Jury” und dem “Publikumspreis” darf Schmitt zukünftig insgesamt drei “Goldene Einhörner” im Regal bewundern.

„Anomalo“ von Aitor Gutierrez (Spanien) zog Zuschauer und Jury auf unterhaltsame Weise und mit Witz in seinen Bann und wurde mit dem “Goldenen Einhorn” für den besten internationalen Film ausgezeichnet. Drei ältere Herren vergnügen sich damit, eine Frau vom Hallenbad eines Sportzentrums mit ihren Ferngläsern zu beobachten. Die Fensterfront des Hallenbades ist für sie gleichzeitig Schutzschild und Ausguck. Doch eines Nachts werden Luis, Dario und Pedro Zeugen eines Ereignisses, von dem es kein Zurück mehr gibt.

Die Schweizerin Elena Brotschi überzeugte mit ihrer Abschlussarbeit an der Zürcher Hochschule der Künste. In ihrem Hochschulfilm “Von Faltbooten und Heringen” setzte Brotschi verschiedene Momentaufnahmen auf einem Campingplatz in Szene. Der trockene Humor der Geschichte funktioniert hauptsächlich über das Timing der verschiedenen Charaktere.

Auch der polnische Animationsfilm “under_construction” von Marcin Wojciechowski erhält ein “Goldenes Einhorn”. Die Geschichte wird in Tagebuchform mit Zeichnungen und Grafiken erzählt. Die Vielschichtigkeit einer Persönlichkeit wird durch die gleichzeitige Auflösung und Wiederherstellung bildhaft dargestellt und setzt sich spielerisch mit der Wirklichkeit und Fragen wie “Wer bin ich? Woraus bestehe ich? auseinander.

Aus über 20 eingereichten Kurzfilmen aus Vorarlberg wurden im Vorfeld bei einer öffentlichen Kurzfilmnacht vier Favoriten für das Festival nominiert. Aus diesen vier Besten der Kategorie “vorarlberg short” hat sich die Jury für das 15minütige Musikvideo  “Welcome to Candyland” von Regisseur Jakob Kasimir und Kameramann Julien Nagel entschieden, die sich über ein Preisgeld von 500 Euro freuen dürfen. Die Modewelt hat sich an Candy Ken bereits einen Narren gefressen: Muskelbepackt, mit Hello-Kitty-Abziehtattoos und bunten Augenbrauen verziert, sticht Candy Ken sofort ins Auge. Doch im Gegensatz zu “Forever Over” lag bei “Welcome to Candyland” der Geschmack von Publikum und Jury diametral auseinander.

Die Jury würdigte beim österreichischen Hochschulfilm “Die Jacke” von Patrick Vollrath vor allem die schauspielerischen Leistungen von Laurence Rupp, Hanna Binder und Daniel Sträßer. Auch dem ukrainischen Animationsfilm “Khalabudka” von Manuk Depoyan sprach die Jury eine weitere lobende Erwähnung aus. Vier Teammitglieder von “Khalabudka” waren auch während des Festivals persönlich vor Ort und erzählten von den schwierigen Produktionsbedingungen. Die Jury lobte die Filmemacher, wie sie unter den aktuellen Umständen für ihre Kunst kämpfen. Khalabudka ist ein altes Haus, an dem die Zeit nicht spurlos vorüber gegangen ist. Aber wie ein alter Mann hat es sich das Gemüt eines Kindes bewahrt. Die Geschichte erzählt vom Erwachsenwerden, von Erinnerungen, von der Dankbarkeit und Liebe für die eigenen Wurzeln.

Die Preisträger der 30. ALPINALE

15Aug
  • Alpinale2015_Finale

Rückblick auf das große Finale im Ramschwagsaal

Ein spannender, interessanter, abwechslungsreicher und aufreibender Kurzfilmwettbewerb mit insgesamt 30 internationalen Einreichungen ging an den letzten vier Abenden in Nenzing über die Bühne. Nun stand am Samstag noch das große Finale auf dem Programm: am Abend wurden ab 20.30 Uhr im Ramschwagsaal in Nenzing die Goldenen Einhörner vergeben und die Siegerfilme […]

15Aug
  • Alpinale_Einhoerner

Wer gewinnt die ALPINALE 2015?

Bevor heute Samstag, ab 20.30 Uhr, die Preisverleihung im Ramschwagsaal stattfindet, hast du bis 20 Uhr die Gelegenheit, beim ALPINALE Tippspiel mitzumachen. Es winkt ein Sachpreis für die Person, die die meisten Filmkategorien richtig tippt. Helfer der ALPINALE dürfen sich beim Spiel ehrenhalber beteiligen, sind aber vom Gewinnspiel ausgeschlossen.
14Aug
  • Der Vorklatscher

Rückblick auf Freitag

Am Freitag zeigten wir das Programm im Saal – was den Filmgenuss aber in keinster Weise trüben sollte.

Der letzte Wettbewerbsabend startete mit der kurzen Animation „An incredibly elastic man“, der Geschichte eines Mannes ohne Format. Je nach Menschen, Dingen und Orten, die ihn umgeben, ändert sein Körper seine Form. Kann jemand völlig abgetrennt von anderen Menschen und der Realität leben – und wer entscheidet letztlich, wer wir sind?

[…]

13Aug
  • spielplatz

Rückblick auf Donnerstag

„Die Jacke“, ein österreichischer Hochschulfilm von Patrick Vollrath, eröffnete den dritten Filmabend. Die Geschichte: Ein Junge trifft ein Mädchen. Es könnte Liebe sein. Aber da ist auch diese Jacke und diese Jacke wird alles ändern …

Der polnische Film „A long time ago in Silesia“ spielt während des 2. Weltkriegs. In einem Wald in Schlesien erhält Rysiek, polnischer Partisan und Soldat für spezielle Aufgaben, den Befehl, einen deutschen Offizier zu exekutieren. Diese Aktion scheint für Rysiek keine Herausforderung zu sein, er kann jedoch nicht wissen, dass dadurch Geister der Vergangenheit in ihm erwachen und dass der Albtraum, aus dem er aufgeschreckt wurde, noch nicht zu Ende ist.
[…]

13Aug
  • vorarlberg museum

Ausflug nach Bregenz

Am Donnerstag Vormittag besuchten Filmemacher, Jury und Helfer der ALPINALE das „vorarlberg museum“ in Bregenz. Die Gäste genossen anschließend ein gemeinsames Mittagessen im „Wirtshaus am See“ und verbrachten einen sonnigen Nachmittag in Bregenz. […]

12Aug
  • Khalabudka

Rückblick auf Mittwoch

Der zweite Wettbewerbstag startete mit dem österreichischen Hochschulfilm „Daheim und Dazwischen“ von Jannis Lenz. Der Film erzählt von Max, der nach seinem Studium in Frankfurt wieder in seinen Heimatort in der Wiener Vorstadt zurückkehrt. Innerlich hin- und hergerissen zwischen Heimweh und Fernweh wird aus einem kurzen Treffen mit seinen alten Freunden eine durchfeierte Sommernacht wie »früher«: Bier trinken im Skatepark, mit jungen Frauen heimlich ins Freibad einsteigen, an der Bushaltestelle abhängen – ein Abend zwischen Jugend-Erinnerungen und „Erwachsenenliga“. […]

12Aug
  • Ausflug Nenzinger Himmel

Ausflug Nenzinger Himmel

Am Vormittag besuchten Filmemacher, Jury und Helfer der ALPINALE den „Nenzinger Himmel“. Gemeindearchivar und „Himmel“-Experte Thomas Gamon erzählte interessante und spannende Geschichten vom Gamperdonatal. […]

11Aug
  • Alpinale2015_Tag1_Empre

Rückblick auf Dienstag

Von vielfältigen Begegnungen und unerwarteten Ereignissen erzählen die sieben Kurzfilme am Eröffnungsabend des 30. ALPINALE Kurzfilmfestivals. Hier gibt's den Überblick über alle Filme vom Dienstag.
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